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Perspektive Institut



Perspektive.
 
Newsletter 01/26
 
Projektbild 'Zusammenarbeit mit Eltern in der Pflegekinderhilfe'


Perspektive zum Start ins Jahr 
 

Das Jahr ist inzwischen einige Wochen alt. Und doch fühlt es sich für viele von uns nicht nach einem wirklichen Ankommen an. Zu vieles geschieht gleichzeitig, zu vieles scheint sich zu überlagern. Globale Entwicklungen, gesellschaftliche Spannungen und neue Verteilungslogiken, fachpolitische Irritationen, fachliche Anforderungen – und nicht zuletzt das, was uns ganz persönlich beschäftigt. Das bleibt nicht folgenlos. Es beeinflusst, wie wir auf unsere Arbeit blicken, wie wir Entscheidungen treffen und wie viel Zuversicht wir im Alltag aufbringen können. 

In Gesprächen mit Kolleg*innen, Kooperationspartner*innen und auch im eigenen Team taucht in diesen Wochen immer wieder eine ähnliche Frage auf, für die wir noch keine abschließende Antwort gefunden haben: Wie kann es gelingen, trotz aktueller Probleme und Herausforderungen optimistisch nach vorn zu blicken und handlungsfähig zu bleiben? Und lässt sich die gegenwärtige Situation vielleicht sogar als Gelegenheit begreifen, Themen neu zu verhandeln und weiterzuentwickeln? 

Gleichzeitig erleben wir derzeit politische Entwicklungen, die uns große Sorgen machen. Kürzungen bei den finanziellen Rahmenbedingungen für Pflegefamilien, geplante Einschnitte bei Leistungen der Eingliederungshilfe und der Jugendhilfe sowie Reformvorhaben im Bereich existenzsichernder Leistungen deuten in eine Richtung: Der Druck auf Familien, Kinder, Jugendliche und andere ohnehin benachteiligte Gruppen nimmt zu. Sanktionen, Kürzungen und Kontrolllogiken als Reaktion auf soziale Notlagen – das hat erhebliche Folgen für diejenigen, die ohnehin wenig Spielräume haben. 

Besonders problematisch erscheint uns dabei die Verschiebung von Deutungen und Bewertungen: Wenn formale Nicht-Mitwirkung, Armut oder Überforderung zunehmend individualisiert und als potenzielle Gefährdung interpretiert werden, geraten soziale Lebenslagen aus dem Blick. Das Risiko besteht darin, dass soziale Kälte, harte Sanktionen und Einsparlogiken auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen werden und dass genau diejenigen ihre Sprachfähigkeit verlieren, deren Perspektiven eigentlich dringend gehört werden müssten. 

Für uns wird vor diesem Hintergrund umso deutlicher, wie wichtig es ist, unser fachliches Handeln und die Bedeutung des Sozialen stärker in einen politischen Zusammenhang zu stellen. Nicht im Sinne parteipolitischer Positionierung, sondern als bewusste Einordnung dessen, was wir tun und wofür wir es tun. Soziale Arbeit ist nie neutral. Sie greift in Lebensverhältnisse ein, sie gestaltet Beziehungen, sie wirkt in Strukturen hinein und trägt damit immer auch gesellschaftliche Verantwortung. 

Im Perspektive-Institut verstehen wir diese Verantwortung als Auftrag, unser eigenes Handeln regelmäßig zu reflektieren und in größere Zusammenhänge einzuordnen. Gerade in einer Zeit, in der soziale Fragen zunehmend unter Rechtfertigungsdruck geraten und knapper werdende Ressourcen neu verteilt werden, halten wir es für notwendig, die Bedeutung Sozialer Arbeit sichtbar zu machen – fachlich fundiert, nachvollziehbar und anschlussfähig. 

Wenn Entwicklungen verunsichern oder als bedrohlich erlebt werden, kann darin auch eine Einladung liegen: sich nicht zurückzuziehen, sondern sich einzubringen. Sich einzumischen, mitzuwirken, Haltung zu zeigen und sich zuzumuten. Dabei geht es aus unserer Sicht nicht darum, immer recht zu haben oder recht haben zu wollen. Entscheidend ist vielmehr, im Gespräch zu bleiben, Verständigung zu suchen und unterschiedliche Perspektiven ernst zu nehmen – auch dort, wo das anstrengend ist. 

Mit dieser Haltung starten wir in dieses Jahr. Wir sind gespannt, welche Sichtweisen Sie einbringen werden. 



Perspektive.Praxisentwicklung

 

Kategoriebild Perspektive-Praxisentwicklung


Kollektive Meinungsbildung ermöglichen –
Verantwortung sichtbar machen
 

In unseren Weiterbildungsreihen in Rheinland-Pfalz und Hamburg nutzen wir bewusst die besondere Konstellation, die dort entsteht: Eine feste Gruppe von rund zwanzig Fachkräften der Pflegekinderhilfe kommt über einen längeren Zeitraum regelmäßig zusammen, um sich mit aktuellen Bedarfen und Fragen der Weiterentwicklung auseinanderzusetzen. 

Diese Zusammensetzung eröffnet einen Raum, der über individuellen Erfahrungsaustausch hinausgeht. Gemeinsam wird sichtbar, was sich unmittelbar im eigenen Arbeitsalltag umsetzen lässt, was innerhalb der Teams oder mit Leitungskräften verhandelt werden muss und wo deutlich wird, dass es strukturelle Veränderungen braucht, etwa auf organisationaler Ebene, in der Kommune oder auf Landesebene. 

Erstmals bündeln wir diese Erkenntnisse systematisch. Am Ende der jeweiligen Weiterbildungsreihe werden sie verdichtet, eingeordnet und in unterschiedliche Richtungen weitergetragen, auch an Entscheidungsträger*innen. Damit verlassen die Themen den geschützten Weiterbildungsraum und werden Teil eines größeren fachlichen und fachpolitischen Diskurses. 


Das hat Konsequenzen. Denn wenn Erfahrungen, Bedarfe und fachliche Einschätzungen klar benannt und weitergegeben sind, lässt sich nicht mehr darauf verweisen, man habe davon nichts gewusst. Dann rückt eine andere Frage in den Vordergrund: Wer übernimmt Verantwortung für das, was getan wird und für das, was unterlassen bleibt? 

Für uns ist das ein zentraler Bestandteil von Qualitätsentwicklung: kollektive Erfahrungen ernst zu nehmen, sie politisierbar zu machen und Verantwortung dort sichtbar werden zu lassen, wo Gestaltung möglich ist. 


Selbstvertretung junger Menschen in Pflegeverhältnissen – Ein Zukunftsprojekt

Wie können junge Menschen, die in Pflegeverhältnissen leben, darin gestärkt werden, kollektiv ihre Interessen zu vertreten? Welche Rahmenbedingungen braucht es, damit ihr Recht auf Selbstvertretung tatsächlich verwirklicht werden kann? Mit dem geplanten Projekt „Selbstvertretung junger Menschen in Pflegeverhältnissen“ nähern wir uns diesen Fragen gemeinsam mit Jugendlichen aus Pflegefamilien an. 

In den ersten gemeinsamen Treffen wurde deutlich: Zentrale Voraussetzungen für gelingende Selbstvertretung sind Vertrauen, Transparenz, Freiwilligkeit und ein verlässlicher Safespace. Junge Menschen wollen sich beteiligen, wenn sie wissen, wozu, mit wem und was mit ihren Beiträgen geschieht. Niedrigschwellige, beteiligungsorientierte Methoden sowie eine wertschätzende Atmosphäre unterstützen dabei den Einstieg und motivieren zur Mitwirkung.  

Als relevante Themen rückten die Jugendlichen ihre Erfahrungen mit Zuschreibungen und Vorurteilen ebenso in den Fokus wie die eigenen Stärken und Ressourcen. Aussagen wie „Pflegekind sein ist eine Identität – aber nicht die einzige“ verdeutlichen, wie differenziert junge Menschen ihre Lebensrealität reflektieren. Selbstvertretung zeigt sich hier als Prozess, in dem junge Menschen ihre Perspektiven formulieren, einordnen und gemeinsam Position beziehen.  


Wir sind davon überzeugt, dass Beteiligung dort gelingt, wo jungen Menschen Verantwortung zugetraut wird, sie an Aushandlungsprozessen beteiligt sind und ihre Stimmen Wirkung entfalten. Selbstvertretungsstrukturen entstehen nicht kurzfristig, sondern entwickeln sich schrittweise, getragen von verlässlichen Beziehungen, klaren Haltungen und geeigneten Rahmenbedingungen. 

Das Projekt versteht sich als Auftakt dieses gemeinsamen Entwicklungsprozesses. Schritt für Schritt leiten wir aus den Treffen gemeinsam mit den jungen Menschen Ideen, Strukturen und Haltungen ab, die Selbstvertretung in der Pflegekinderhilfe möglich machen. Wir freuen uns sehr darauf, diesen Weg weiterzugehen. 


Fortsetzung folgt. 


Verwandtenpflege im Schutzkonzept mitdenken –
Kinderrechte stärken, Kinderschutz sichern 

Verwandtenpflege ist aus der Pflegekinderhilfe nicht wegzudenken. Sie ermöglicht jungen Menschen, in ihrem familiären Umfeld zu bleiben, vertraute Beziehungen zu bewahren und biografische Kontinuität zu erleben. Diese Nähe ist eine große Stärke der Verwandtenpflege – und genau darin liegt zugleich ihre besondere Herausforderung. 

Denn wo Nähe, Verantwortung und familiäre Bindungen eng miteinander verwoben sind, stellen sich Fragen des Kinderschutzes und der Umsetzung von Kinderrechten oft anders. Loyalitäten, Abhängigkeiten und Mehrfachrollen können dazu führen, dass junge Menschen ihre Rechte seltener einfordern, Belastungen weniger offen benennen oder Schutzbedarfe erst spät sichtbar werden. Nicht, weil Verwandtenpflege per se riskanter wäre, sondern weil familiäre Beziehungen eine eigene Dynamik entfalten, die fachlich mitgedacht werden muss. 

Vor diesem Hintergrund kommt der professionellen Beratung, Begleitung und Unterstützung von Verwandtenpflegepersonen eine zentrale Bedeutung zu. Sie übernehmen eine anspruchsvolle Doppelrolle als Familienangehörige und Pflegepersonen und stehen dabei häufig unter besonderem emotionalem und sozialem Druck. Fachliche Begleitung hilft, Rollen zu klären, Nähe und Distanz bewusst zu gestalten und Loyalitätskonflikte einzuordnen. Sie unterstützt Verwandtenpflegepersonen darin, Kinderrechte nicht als Bedrohung familiärer Beziehungen zu verstehen, sondern als Orientierung und Schutzrahmen für alle Beteiligten. Eine 


gute, verlässliche Unterstützung zahlt dabei immer auch unmittelbar auf den Schutz der jungen Menschen ein: Sie wirkt präventiv, stärkt Handlungssicherheit, reduziert Überforderung und trägt dazu bei, dass Belastungen und Gefährdungen früher wahrgenommen und angesprochen werden. 

Schutzkonzepte für junge Menschen in Pflegeverhältnissen sollten diese Besonderheiten ausdrücklich berücksichtigen. Es geht dabei nicht um eine Defizitperspektive auf Verwandtenpflege, sondern um die bewusste Stärkung von Kinderrechten. Ein wirksames Schutzkonzept sichert die Chancen der Verwandtenpflege und stellt zugleich sicher, dass Schutz und Rechte junger Menschen klar, verbindlich und unabhängig vom Familiensystem gewährleistet sind. Verwandtenpflege mitzudenken heißt deshalb: Ressourcen anerkennen, Risiken reflektieren, Pflegepersonen professionell begleiten und damit den Schutz junger Menschen wirksam stärken. 


Perspektivenwechsel

Kategoriebild in der Pflegekinderhilfe'


Das Champignon-Beispiel

 

Vor einigen Wochen schilderte uns eine Fachkraft eine Situation aus einem Hilfeplangespräch: 
Champignon-Beispiel - eigene Biografie reflektieren


Viele, dem achtjährigen Kind teils fremde, Erwachsene sitzen mit an einem Tisch. Am Ende wurde das Kind gefragt: „Möchtest du auch noch etwas sagen?“ Es antwortete: „Ich will, dass meine Pflegemutter keine Champignons mehr kocht. Ich mag keine Champignons im Essen.“ Die Erwachsenen lachten. 

Das Beispiel ist uns besonders im Gedächtnis geblieben, weil es grundlegende Fragen berührt:
Wie gehen wir mit Kindern um? Wie reagieren wir adultismussensibel? Und welche Ebenen bleiben oft unsichtbar?  

Das Lachen war sicher nicht abwertend gemeint, eher ein wohlwollendes „wie niedlich“. Und doch stellt sich die Frage: Was macht diese Reaktion mit dem Kind? Fühlt es sich ernst genommen? Wird es sich beim nächsten Mal wieder äußern? Oder bleibt die Erfahrung, dass das eigene Anliegen Anlass für Heiterkeit unter den Erwachsenen war?

Wenn wir Kinder beteiligen wollen, braucht es mehr als gut gemeinte Fragen. Es braucht echtes Interesse, Sensibilität für Machtverhältnisse und ein Begegnen auf Augenhöhe, bei dem alle Themen gleichwertig nebeneinanderstehen.
  

Zum Weiterdenken…  

  • Wie reagieren wir, wenn Kinder etwas Unerwartetes oder scheinbar Banales äußern?
  • Was signalisiert unsere Reaktion über Wert und Gewicht ihrer Stimme?
     


Perspektive.Diskurs

Foto by Patrick Perkins on unsplash


Einordnung zur PAN-Studie „Fokus Pflegefamilien NRW“

 

Mit dem Abschlussbericht des Forschungsprojekts „Fokus Pflegefamilien NRW“ liegt eine quantitativ angelegte, explorative Studie vor, die die Perspektiven einer großen Gruppe von Pflegeeltern systematisch aufgreift und sichtbar macht. Diese Sichtweisen sind relevant und wichtig. 

Gleichzeitig ist es notwendig, die Ergebnisse fachlich einzuordnen. Die Pflegekinderhilfe ist ein hochkomplexes Handlungsfeld, das nur dann angemessen verstanden und weiterentwickelt werden kann, wenn die vielfältigen und sich zum Teil auch entgegenstehenden Sichtweisen zusammengeführt werden: die von Pflegeeltern, jungen Menschen, Eltern und Fachkräften aus diversen Arbeitsfeldern. Eine einzelne Perspektive – so wichtig sie ist – kann diese Komplexität nicht abbilden.  

Kritisch stehen wir daher einer von uns beobachteten einseitigen Nutzung der Studie gegenüber, durch die versucht wird, monokausale Ableitungen normativer Forderungen für das gesamte Feld nahezulegen. Die besondere Chance, die in der Studie steckt – sie als einen weiteren relevanten Mosaikstein für einen ganzheitlichen Blick auf die Pflegekinderhilfe zu verstehen –, wird aus unserer Sicht vertan, wenn die Sichtweise einer Gruppe überhöht und andere zentrale Perspektiven nicht ausreichend gewürdigt, anerkannt oder berücksichtigt werden. 

Für die Einordnung der Studie ist bedeutsam, dass mit PAN e.V. ein Zusammenschluss von Adoptiv- und Pflegefamilien Auftraggeber der Studie ist. Dass Verbände und ihre Mitglieder eigene Interessen vertreten, ist legitim und wichtig. Für eine qualitativ hochwertige Forschung bedeutet das jedoch, diese Interessen transparent mitzudenken und die Ergebnisse entsprechend kritisch zu reflektieren. Für uns liegt der Wert der Studie daher insbesondere in der Einordnung in einen breiteren fachlichen Diskurs. 


Inklusive Pflegekinderhilfe: Beteiligung, die Wirkung entfaltet
 

Cover von "Handreichung zur inklusiven Pflegekinderhilfe"  

Am 16. Dezember 2025 waren wir dabei als der Bundesverband behinderter Pflegekinder (BbP) ins Bundesfamilienministerium eingeladen hatte, um dort die erste bundesweite Handreichung zur inklusiven Pflegekinderhilfe zu übergeben. Sie markiert einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe in Deutschland – fachlich, strukturell und politisch. 

Entstanden ist die Handreichung in einem umfangreichen Beteiligungsprozess, an dem wir mit vielen anderen Akteur*innen mitgewirkt haben. Besonders prägend waren die Perspektiven und Beiträge des Kinder- und Jugendrats des BbP. 

Eindrücklich war zu erleben, wie selbstverständlich die Kinder und Jugendlichen ihre Erfahrungen, Sichtweisen und Erwartungen eingebracht haben – und wie deutlich dabei auch die Schwere mancher Alltagsrealitäten wurde. 

Die Handreichung zeigt, wie sich Pflegekinderhilfe konsequent an den Lebenswelten junger Menschen orientieren kann: alltagsnah, verständlich und klar in der Sprache. Sie versteht sich nicht als Gebrauchsanweisung, sondern als Einladung zum Dialog und zur gemeinsamen Weiterentwicklung. Dort, wo Perspektiven zusammengeführt werden, wird sichtbar, was möglich ist und wo Verantwortung übernommen werden muss. 

Politisches Gestalten beginnt dabei nicht erst in Parlamenten oder Gremien. Es beginnt im Alltag. Wir alle gestalten es mit – oder überlassen es anderen. 


Mehr lesen:

Download "Handreichung zur inklusiven Pflegekinderhilfe" (PDF 6.6 MB, barrierefrei)

Aufzeichnung der feierlichen Übergabe im Bundesfamilienministerium (YouTube)

Pressemitteilung & Videos vom "Bundesverband behinderter Pflegekinder"


Perspektive.Persönlich


Ina Ruchholz
   

Ina-Catherine Ruchholz - Perspektive Institut gGmbH Bonn

Was hat dich in den letzten Monaten beruflich inspiriert? 

Mich hat in den letzten Monaten besonders inspiriert, Formate gemeinsam mit Adressat*innen zu gestalten und ihren Themen und Stimmen echten Raum zu geben. Ob in der Diskussion auf dem DJHT oder in Fortbildungsformaten, in denen sie als Expert*innen ihrer eigenen Lebenswelt sprechen: 
Zu erleben, wie sich wissenschaftliche Erkenntnisse, gelebte Erfahrungen und Impulse zur Reflexion miteinander verbinden – und daraus konkreter Transfer entsteht – ist für mich unglaublich bereichernd. 

Welche Frage begleitet dich im Moment? 

Wie werden unsere neuen Fort- und Weiterbildungsangebote 2026 im Kontext Pflegekinderhilfe und Inobhutnahme angenommen? Wir haben in den letzten Monaten viel Energie in den Auf- und Ausbau dieses Bereichs investiert und freuen uns nicht nur über zahlreiche Onlinefortbildungen, sondern besonders über die Präsenzveranstaltungen in unseren neuen Räumen in Bonn. 

Was wünschst du dir für die Pflegekinderhilfe 2026? 

Zum einen wünsche ich mir, dass junge Menschen nicht nur mitgedacht, sondern konsequenter beteiligt werden. 

Zum anderen wünsche ich mir, dass die Verwandtenpflege als vielversprechende Hilfeform anerkannt und gestärkt wird – mit einer Beratung, Begleitung und Unterstützung, die ihren besonderen Anforderungen gerecht wird. 

Was sollte keine Fachkraft unterschätzen? 

Wie sehr die eigene Haltung das Handeln prägt. (Unbewusste) Vorstellungen, Familienbilder oder Erwartungen beeinflussen unsere Bewertungen und Einschätzungen. Gerade in komplexen oder belastenden Arbeitskontexten lohnt sich ein Blick auf diese inneren Orientierungen: Denn Veränderung beginnt nicht nur bei zusätzlichen Ressourcen. Manchmal eröffnet bereits eine kleine Verschiebung im eigenen Vorgehen neue Handlungsspielräume. Solche scheinbar kleinen Stellschrauben können dazu beitragen, Prozesse anzustoßen und Entwicklung möglich zu machen. 

Welches Projekt bereitet dir gerade besondere Freude? 

Ganz klar das Projekt zum Thema Selbstvertretung junger Menschen in Pflegeverhältnissen! Zu sehen, wie achtsam und respektvoll die Jugendlichen miteinander umgehen und wie viel Lust sie haben, sich mit ihren Themen in einer neu gefundenen Gruppe auseinanderzusetzen, erfüllt mich mit Freude und ist sehr sinnstiftend. 



Perspektive.Programm

Kategoriebild Perspektive-Programm



Wir haben unsere Fortbildungsangebote für 2026 sorgfältig weiterentwickelt und zusammengestellt. Bewährte Inhalte wurden dabei um aktuelle fachliche Erkenntnisse ergänzt und in vielen Formaten um neue Perspektiven erweitert. Entstanden ist ein vielfältiges Angebot: von kompakten Onlineseminaren über dreistündige Seminare und thematischen Impulsreihen bis hin zu intensiven zweitägigen Fortbildungen – online und in unseren neuen Räumen in Bonn. 

Unser Fortbildungsprogramm richtet sich insbesondere an Fach- und Leitungskräfte öffentlicher und freier Träger der Pflegekinderhilfe und der Inobhutnahme.

  

Photo Seminarraum vom Perspektive-Institut

Unser Seminarraum im Perspektive-Institut

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Es sind noch Plätze frei!


Melden Sie sich jetzt zu unseren Präsenz-Veranstaltungen an:

Inobhutnahme: Orientierung und Handlungssicherheit für Neueinsteiger*innen 

24. – 25. März 2026
Fortbildung in Bonn

Vom Kontakt zur Kooperation – Zusammenarbeit mit Eltern in der Pflegekinderhilfe 

21. April 2026
Fortbildung in Bonn

Fachliche Begleitung in Bereitschaftspflegeprozessen 

8. Mai 2026
Fortbildung in Bonn

 

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und zur Anmeldung erhalten Sie über unseren Fortbildungsnewsletter und auf unserer Website:
 


Perspektive zum Hören, Lesen, Anschauen

Kategoriebild-Veröffentlichungen

Podcast „Perspektive: Pflegekinderhilfe“ 

Wir laden Sie in unserem Podcast „Perspektive: Pflegekinderhilfe“ im Rahmen der Qualitätsoffensive Pflegekinderhilfe NRW zu spannenden Diskussionen rund um das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien ein. Unter der Überschrift „Meine Rechte sind mein Schutz!“ sprechen wir mit Care Leaver*innen, Pflegeeltern, leiblichen Eltern, Fachkräften und Wissenschaftler*innen. 

Wir widmen uns der Frage, wie wir als Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe die Kinderrechte stärken und den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Pflegeverhältnissen sicherstellen können. 

Hier geht es zu den Folgen

Podcast Perspektive Pflegekinderhilfe
 
 

Videos und Erklärfilme zur Pflegekinderhilfe
und zur Inobhutnahme 



Aktuelle Publikationen
 

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Ein Praxisforschungsbericht zum Inobhutnahmeerleben von jungen Menschen und Eltern

PDF (2,5 MB)

 
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Petri, Corinna & Düber, Miriam (2025): Inobhutnahme – Perspektiven junger Menschen mit multiplen Abbrucherfahrungen in der Kinder- und Jugendhilfe.

S. 323-337

Link

 
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Petri, Corinna (2025): Wenn geeignete Plätze für junge Menschen fehlen… Folgen von Notlösungen und systemimmanenter Problem(re)produktion.

S. 362-371

Link

 

Herzliche Grüße
 
Ihr Team vom Perspektive-Institut 


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Bildnachweise:

  • Perspektive zum Start ins Jahr: Photo by Aaron Burden on Unsplash
  • Perspektive.Praxisentwicklung: Photo by Alexander Grey on pexels
  • Perspektivenwechsel: Photo by Zoltan Kovacs on Lifeofpix
    Cover Champignon-Beispiel: Graphic by Birgit Jansen for bikablo
  • Perspektive.Diskurs: Photo by Patrick Perkins on unsplash
  • Perspektive.Persönlich: Photo © Daniel Hammelstein, Bonn
  • Perspektive.Programm: Photo by Rihaij on pixabay
  • Perspektive zum Hören, Lesen, Anschauen: Photo by freepika on Freepik

 



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Perspektive gGmbH 

Institut für sozialpädagogische Praxisforschung und -entwicklung
Kessenicher Str. 219-221, 53129 Bonn
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https://www.perspektive-institut.de
 
Register: Amtsgericht Bonn, HRB 22960

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